Die Kussmaul-Atmung ist ein auffallend tiefes, regelmäßiges und häufig beschleunigtes Atemmuster. Sie entsteht als körperliche Kompensationsreaktion bei einer ausgeprägten metabolischen Azidose: Durch die verstärkte Abatmung von Kohlendioxid versucht der Organismus, den erniedrigten Blut-pH teilweise auszugleichen.
Sie wird vor allem im Zusammenhang mit schweren Stoffwechselentgleisungen beschrieben, beispielsweise bei einer diabetischen Ketoazidose. Die Kussmaul-Atmung ist keine Atemtechnik, sondern ein medizinisch auffälliges Atemmuster.
Ausführliche Einordnung
Die Kussmaul-Atmung wird im übergeordneten Glossarbeitrag „Atemtypen“ ausführlicher erläutert und dort von anderen Atemformen und auffälligen Atemmustern abgegrenzt.
Eine neu auftretende oder auffällige Veränderung der Atmung sollte medizinisch beurteilt werden. Bei akuter Atemnot, Brustschmerzen, Bewusstseinsstörungen oder bläulicher Hautverfärbung ist eine dringende medizinische Abklärung erforderlich.
