Stimmungsvoller Breathwork-Raum mit Klangschale, Kerzenlicht, Yogaplätzen und Sonnenuntergang über dem Meer.

Breathwork

Was verstehe ich unter Breathwork?

Wenn heute von Breathwork gesprochen wird, meinen die meisten Menschen nicht einfach Atemtraining. Gemeint sind meist intensive Atemtechniken, die bewusst die Biochemie und Physiologie des Körpers beeinflussen. Und vielleicht bist auch du genau wegen dieses Begriffes auf meiner Webseite gelandet.

Lass mich deshalb kurz erklären, wie ich persönlich auf Breathwork blicke.

Aus Sicht der Gesundheits- und Bewusstseinsszene werden mit Breathwork häufig Methoden wie das holotrope Atmen, die Wim-Hof-Methode, Kapalabhati oder andere Formen der bewussten Überatmung verbunden.

Das Ziel ist dabei meist nicht Entspannung. Vielmehr geht es um intensive Erfahrungen, emotionale Prozesse, bewusstseinsverändernde Zustände oder das Erleben außergewöhnlicher Körperempfindungen. Teilweise werden solche Methoden auch im therapeutischen Kontext eingesetzt, um emotionale Themen, Blockaden oder innere Prozesse zu begleiten.

Die Bandbreite ist groß. Genau deshalb fasziniert Breathwork viele Menschen. Und genau deshalb betrachte ich es mit Respekt.


Mein persönlicher Blick auf Breathwork

Für mich beginnt jede Atempraxis mit einer einfachen Frage:

Was möchte ich persönlich überhaubt kurzfristig bzw. langfristig erreichen?

Denn nicht jede Atemtechnik verfolgt dasselbe Ziel. Manche Übungen beruhigen das Nervensystem. Andere aktivieren es. Manche erhöhen die Kohlendioxid-Toleranz. Andere senken den Kohlendioxidgehalt im Körper bewusst ab. Genau deshalb unterscheide ich gerne zwischen zwei grundsätzlichen Richtungen:

Weniger atmen (Atemreduktion)

oder:

Mehr atmen (Überatmung / Hyperventialtion)

Methoden wie Buteyko bewegen sich überwiegend auf der Seite der Atemreduktion. Ziel ist dabei unter anderem eine verbesserte CO₂-Toleranz und eine ruhigere, effizientere Atmung. Viele moderne Breathwork-Formen arbeiten dagegen mit einer bewussten Überatmung. Dabei wird das Atemvolumen erhöht, wodurch mehr Kohlendioxid abgeatmet wird und sich die Biochemie des Körpers spürbar verändert (vgl. auch den Bohr-Effekt).


Verstehe mich bitte richtig

Ich stehe Breathwork keineswegs grundsätzlich kritisch gegenüber. Im Gegenteil. Auch ich nutze bestimmte Atemtechniken aus dem Breathwork-Feld, dem Pranayama oder anderen Traditionen. Manche davon können sehr kraftvolle Erfahrungen ermöglichen, neue Perspektiven eröffnen oder helfen, bestimmte Zustände bewusst zu erleben.
Der entscheidende Punkt ist für mich jedoch immer die Frage:

Warum machen wir diese Übung und passt sie zu dem Menschen, der sie praktiziert?

Mein persönlicher Schwerpunkt (siehe auch Über mich) liegt heute eher auf der funktionellen Atmung, dem CO₂-Training und Methoden wie Buteyko. Nicht weil ich andere Ansätze ablehne, sondern weil ich dort für mich persönlich die nachhaltigsten gesundheitlichen und alltagstauglichsten Veränderungen erlebt habe.

„Und ganz nebenbei hat sich durch das CO₂-Toleranztraining nicht nur meine sportliche Ausdauer verbessert. Auch meine Fähigkeit, mit Stress umzugehen, hat sich spürbar verändert.“


Was mir als Atemtrainer wichtig ist

Wenn wir gemeinsam arbeiten, geht es für mich nicht darum, eine bestimmte Methode durchzusetzen. Es geht darum herauszufinden, was zu dir, deinem Körper und Psyche, deiner aktuellen Situation und deinen Zielen passt.

Deshalb schauen wir zunächst auf dein gesundheitliches Gesamtbild, deine Erfahrungen, mögliche Beschwerden und auch auf Faktoren wie Stressbelastung, Vorerkrankungen oder persönliche Herausforderungen. Erst dann entscheiden wir gemeinsam, welche Atemtechniken sinnvoll sein können.

Viele meiner Begleitungen finden online statt. Gerade deshalb ist mir eine verantwortungsvolle Herangehensweise besonders wichtig. Nicht jede intensive Atemtechnik eignet sich für ein Online-Setting und nicht jede Methode ist für jeden Menschen gleichermaßen geeignet.

„Manchmal ist der nächste Schritt eine aktivierende Atemtechnik. Manchmal ist es genau das Gegenteil. Und manchmal beginnt die größte Veränderung nicht damit, mehr zu tun – sondern damit, etwas weniger zu machen… „