Buteyko-Trainingsraum mit Kontrollpausen-Tafel, Surfbrett, Yogamatten und schwarzem Labrador vor einer Meereskulisse.

Buteyko

Warum ich bei Buteyko gelandet bin

Lange bevor ich wusste, was Buteyko überhaupt ist, beschäftigte mich eine andere Frage:

Warum habe ich als sportlicher Mensch Asthma?

Bis heute ist Sport ein wichtiger Teil meines Lebens. Joggen, Schwimmen, Eishockey, Gerätetauchen und Wellenreiten begeistern mich seit vielen Jahren.

Rückblickend entwickelten sich jedoch mit zunehmender körperlicher Belastung immer stärkere, zunächst allergisch wirkende Beschwerden. Was mit Heuschnupfen begann, wurde irgendwann zur Diagnose Asthma. Besonders irritierte mich, dass die Beschwerden genau dann auftraten, wenn ich körperlich besonders aktiv war.

Ich hatte eine gute Kondition. Ich beschäftigte mich intensiv mit gesunder Ernährung, Supplements sowie Trainings- und Regenerationsmethoden. Kurz gesagt: Ich war überzeugt, bereits ziemlich viel darüber zu wissen, was Gesundheit und Leistungsfähigkeit fördert. Und ich atmete gerne viel – sehr viel.

Für mich fühlte es sich gut an, viel Luft bewegen zu können. Tief einzuatmen, große Atemzüge zu machen und über ein großes Lungenvolumen zu verfügen. Heute sehe ich genau dort einen meiner größten Denkfehler:

Ich hielt viel Atmen für gute und gesunde Atmung.

Rückblickend gab es noch etwas, das mich mein ganzes Leben begleitet hat. Ich war immer in Bewegung. Stillsitzen fiel mir schon als Kind schwer und fällt mir bis heute nicht leicht. Draußen sein, spielen, Sport treiben, Abenteuer erleben – das war meine Welt.

Sport war für mich deshalb nie nur Freizeitbeschäftigung. Er war ein Ventil. Damals hätte ich das wahrscheinlich nicht als Stress bezeichnet. Es war einfach mein Naturell. Heute würde ich sagen: Ich stand oft unter Strom, ohne es wirklich zu bemerken.

Umso irritierender war es für mich, als ausgerechnet mein Körper begann, mich auszubremsen. Je mehr ich mich bewegte, desto stärker wurden die körperlichen Beschwerden. Dabei hatte ich immer das Gefühl, vieles richtig zu machen…


Als ich zum ersten Mal bewusst atmete

Auf der Suche nach Antworten und mehr Verständnis für meinen Körper führte mich mein Weg schließlich zu einer Yoga-Probestunde in die Yoga-Ayurveda-Akademie in Krefeld.

Wir machten damals keine anstrengenden Asanas oder Vinyasa-Flows. Wir kamen nicht ins Schwitzen. Wir arbeiteten nicht an Kraft, Beweglichkeit oder Leistung. Wir saßen einfach da und praktizierten Pranayama – die Atemübungen des Yoga.

„Ehrlich gesagt fragte ich mich die ganze Zeit, was mir das eigentlich bringen sollte.
Doch als die Stunde zu Ende war, war etwas anders. Nein. Eigentlich war alles anders.

Meine innere Unruhe war für diesen Moment deutlich leiser. Die ständige Anspannung, die ich damals fast schon für normal hielt, trat in den Hintergrund. Ich fühlte mich ruhig, klar und gleichzeitig wach. Nicht erschöpft wie nach einem harten Training. Nicht euphorisiert. Sondern einfach ausgeglichener.

Diese Erfahrung faszinierte mich. Wie konnte etwas so Einfaches eine so enorme Wirkung entfalten, die ich nach vielen Stunden Sport oft vergeblich gesucht hatte? Von diesem Moment an wollte ich mehr verstehen…


Ich besuchte weitere Seminare und machte selbstredend auch die Yogalehrer-Ausbildung in der besagten Akademie. Und irgendwann traff ich auf Ralph Skuban. Über ihn lernte ich schließlich in seinem Workshop die Arbeit von Konstantin Buteyko kennen.

„Sie sollten sanft atmen, sanft.“

Dr. Konstantin P. Buteyko (1923-2003) Arzt und Wissenschaftler
zu einem um Luft ringenden Asthmatiker

Als Yogalehrer, Atemtrainer, Autor und langjähriger Buteyko-Lehrer vermittelte Ralph etwas, das mich sofort ansprach. Keine komplizierten Systeme. Keine Esoterik. Keine untragbaren Heilsversprechen.

Denn Konstantin Buteyko entwickelte ein überraschend einfaches – und für mich sehr logisches – Erklärungsmodell dafür, warum viele Menschen dauerhaft mehr atmen, als ihr Körper tatsächlich benötigt.

Zum ersten Mal hörte ich Begriffe wie Kohlendioxid-Toleranz, Hypokapnie oder Bohr-Effekt nicht als trockene Theorie, sondern als Erklärung für Erfahrungen, die ich selbst seit Jahren gemacht hatte.

Und plötzlich ergaben viele Dinge für mich mehr Sinn. Nicht als einfache Erklärung für alles, aber als neuer Blick auf meine Erfahrungen mit Asthma, Anspannung und dem Gefühl, trotz Sport, Disziplin und Gesundheitsbewusstsein oft gegen meinen eigenen Körper zu arbeiten. Das Faszinierende daran war:

Der Gedanke dahinter schien verblüffend einfach. Vielleicht sogar zu einfach. Denn während ich mein Leben lang versucht hatte, mehr Luft zu bekommen, stellte Buteyko eine völlig andere Frage:

Was wäre, wenn das Problem nicht zu wenig Luft ist – sondern zu viel?


Vielleicht erkennst du dich in Teilen meiner Geschichte wieder.

Vielleicht beschäftigst du dich auch schon lange mit Themen wie Asthma, Bluthochdruck, Stress, Schlafproblemen oder dem Gefühl, ständig unter Spannung zu stehen — und möchtest besser verstehen, welche Rolle deine Atmung dabei spielen kann. Vielleicht hast du aber auch einfach das Gefühl, dass dein Körper und dein Atem nicht mehr so zusammenarbeiten, wie sie es eigentlich könnten…

In einem unverbindlichen Erstgespräch können wir gemeinsam auf deine aktuelle Situation, deine Erfahrungen und die Fragen, die du mitbringst, schauen. Und vielleicht finden wir dabei heraus, ob die Buteyko-Methode für dich ein sinnvoller begleitender Weg sein kann.

Ich freue mich darauf, deine Geschichte kennenzulernen.