Panikattacke

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Plötzlich einsetzende intensive Angst mit körperlichen Symptomen

Kurze Definition

Eine Panikattacke ist eine plötzlich einsetzende Phase intensiver Angst oder starken Unbehagens. Häufig treten körperliche Symptome wie Herzrasen, Zittern, Schwitzen, Schwindel, Engegefühl, Atemnot oder Kribbeln hinzu.

Das Wort Panik geht auf den griechischen Hirtengott Pan zurück, dem plötzlich auftretender Schrecken zugeschrieben wurde. Eine einzelne Panikattacke ist nicht automatisch eine Panikstörung. Von einer Panikstörung wird bei wiederkehrenden Attacken und anhaltender Sorge oder Vermeidung gesprochen.

Weil Beschwerden einer Panikattacke auch bei körperlichen Erkrankungen vorkommen können, ist eine medizinische beziehungsweise psychotherapeutische Abklärung besonders bei erstmaligen oder unklaren Ereignissen wichtig.

Bedeutung im Atemtraining

Atmung ist bei Panikattacken relevant, weil schnelle oder tiefe Atmung körperliche Empfindungen wie Schwindel, Kribbeln oder Enge verstärken kann. Gleichzeitig ist Hyperventilation weder notwendige noch alleinige Ursache jeder Panikattacke.

Studien zu Panikstörungen beschreiben bei einem Teil der Betroffenen eine erhöhte Reaktion auf CO₂-Inhalation oder andere körperliche Reize. Daraus darf jedoch nicht geschlossen werden, jede Panikattacke sei lediglich ein CO₂-Problem.

Atemtraining kann helfen, Atemmuster und frühe Körpersignale wahrzunehmen. Bei Panikstörungen gehört es jedoch in einen fachlich abgestimmten Rahmen und ersetzt keine evidenzbasierte psychotherapeutische oder medizinische Behandlung.

Einordnung und Missverständnisse

Der Satz „Du musst nur richtig atmen“ kann Betroffene zusätzlich unter Druck setzen. Panik ist ein komplexes Zusammenspiel aus Körperempfindungen, Bewertung, Lernprozessen und Stresssystemen.

Auch das Atmen in eine Tüte ist keine pauschal sichere Maßnahme. Atemnot und Brustbeschwerden können andere Ursachen haben, die dadurch übersehen werden könnten.

Wichtig: Plötzlich auftretende starke Atemnot, Brustschmerz, Ohnmacht oder neurologische Auffälligkeiten sollten medizinisch abgeklärt werden. Eine Panikattacke darf nicht vorschnell selbst diagnostiziert werden.

Praktischer Bezug zu Breathe-Wise

Bei Breathe-Wise steht bei Angst nicht Leistung, sondern Orientierung im Vordergrund. Der Atem soll kein weiterer Test werden, den man bestehen muss.

Wir unterscheiden zwischen einer sanften Wahrnehmung des Atems und einer gezielten psychotherapeutischen Exposition. Diese beiden Ebenen dürfen nicht verwechselt werden.

Ein ruhiger, wenig forcierter Zugang kann Sicherheit im Körpererleben fördern – immer mit Respekt vor den Grenzen von Atemtraining.

Dieser Glossarbeitrag dient der allgemeinen Wissensvermittlung rund um Atmung, Atemtraining und Körperwahrnehmung. Er stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapie dar und ersetzt keine ärztliche Abklärung. Es werden keine Heilversprechen abgegeben.

Quellen & weiterführende Informationen

Verknüpfte Begriffe im Atemlexikon


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